Merkblatt: "Wärmepumpe: Energie aus der Umwelt"
Wärmepumpe: Energie aus der Umwelt
Wärmepumpen eignen sich als Heizung und zur Trinkwassererwärmung – zunehmend auch in Bestandsgebäuden. Sie gewinnen mindestens zwei Drittel bis drei Viertel der Energie kostenlos aus ihrer direkten Umwelt: der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser. Zum Antrieb benötigt die Wärmepumpe elektrischen Strom, der im Idealfall zumindest anteilig von der hauseigenen Photovoltaik-Anlage produziert wird. Dabei entstehen vor Ort keine Emissionen.
Beratung durch Verbraucherzentrale
Die Verbraucherzentrale berät gerne kostenlos!
- per Telefon: Die kostenlose Hotline erreichen Sie unter: 0800 – 809 802 400.
- online: Sie schreiben lieber eine E-Mail? Lassen Sie sich online beraten.
- in einer Beratungsstelle: Kommen Sie in die Energieberatung.
Worauf sollten Verbraucherinnen und Verbraucher achten?
Verbraucherschützer empfehlen: Wer sich für eine Wärmepumpe interessiert, sollte sich mehrere Angebote einholen und die Unterlagen der Fachfirmen genau prüfen. Unbedingt aufgeführt sein sollte die Heizlast-Berechnung, sagt Kafke. Dabei werde genau berechnet, wie viel Wärme jeder einzelne Raum im Gebäude braucht. Daraus könne ermittelt werden, welche Leistung eine Wärmepumpe erbringen muss. Auch das könne sich auf die Kosten auswirken.
Folgende Punkte sollten also unbedingt angesprochen sein:
- Heizlast-Berechnung
- hydraulischer Abgleich
- Fundament
- Warmwasser
- Pufferspeicher
- Lohn- und Montagekosten
- Kosten für die Elektroinstallation
- Austausch der Heizkörperg.
Wer berät zum Thema Wärmepumpenangebote?
Der Bundesverband Wärmepumpe verweist auf die individuellen Anforderungen jedes einzelnen Projekts, bietet aber auch ein Musterangebot auf seiner Internetseite. "Hilfreich ist auch ein Blick auf Online-Anbieter zur groben Orientierung, was es braucht und was es kostet", erklärt Sprecherin Katja Weinhold.
Wer sich unsicher ist, kann mit den Schreiben der Fachfirmen zur Energieberatung oder direkt zu den Verbraucherzentralen gehen oder deren Internetseiten besuchen. Seit Anfang Juli gibt es auf der bundesweiten Homepage der Verbraucherzentrale die Möglichkeit, Angebote hochzuladen und auswerten zu lassen. Interessierte können sich dazu persönlich beraten lassen, per Telefon oder Videocall. Durch einen Klick auf das jeweilige Bundesland landet man bei regionalen Ansprechpartnern.
Der Angebots-Vergleich und die fachliche Beratung kämen gut an, sagt Vorbeck von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Das Feedback der Verbraucherinnen und Verbraucher bisher sei sehr positiv. Ihr sei es wichtig, Eigentümer aufzuklären und die Position der Verbraucher gegenüber Fachfirmen und Handwerksbetrieben zu stärken.