2. Öffentlichkeitsveranstaltung zum Biotopverbundplan am 27. April 2026
Die Stadt Herbolzheim lädt alle Bürgerinnen und Bürger, Landwirte, Winzer und Naturliebhaber am Montag, den 27. April 2026 um 19:00 Uhr ins Torhaus zur zweiten Öffentlichkeitsveranstaltung zum Biotopverbundplan ein.
Das Büro ö:konzept GmbH (Freiburg) erstellt im Auftrag der Gemeinde ein Konzept, das Lebensräume von Tieren und Pflanzen miteinander verbindet und über Gemeindegrenzen hinweg vernetzt. So können Arten wie z.B. Feldlerche, Kiebitz, Laubfrosch, Bachmuschel oder Fledermäuse sicher durch das Gemeindegebiet und darüber hinaus wandern, sich fortpflanzen und langfristig überleben. In Baden-Württemberg sollen mindestens 15 Prozent der Offenlandfläche funktional vernetzt werden.
In der ersten Veranstaltung wurden Grundlagen, Zielsetzung und der bisherige Arbeitsstand vorgestellt. Die Offenlandbiotopkartierung aus den 90er Jahren wurde bis Herbst 2025 im gesamten Gemeindegebiet überarbeitet, um auf dieser Grundlage wichtige Kernflächen auf trockenen, mittleren und feuchten Standorten sowie entlang der Gewässer zu identifizieren und Verbundachsen entlang der unterschiedlichen Standortstypen festlegen zu können.
Nun geht es um die konkrete Ausgestaltung im Gemeindegebiet Herbolzheim.
Aktuell liegt ein Entwurfsstand vor und folgende Themen werden in der zweiten Veranstaltung behandelt:
Veränderungen in der Offenlandbiotopkartierung als Grundlage für die Biotopverbundplanung
Verbundachsen und Kernflächen: Wo liegen heute schon wichtige Lebensräume (z.B. extensiv bewirtschaftete Wiesen, Feuchtwiesen, Streuobstbestände, Trockenbiotope, Feldhecken und Gewässer) und wo bestehen Lücken?
Darstellung der wichtigsten Achsen, die diese wertvollen Lebensräume miteinander verbinden sollen.
Zielarten: Anhand ausgewählter Arten wird gezeigt, wofür der Biotopverbund praktisch steht – etwa für Feldvögel wie Feldlerche und Kiebitz, für Reptilien wie die Schlingnatter, für wassergebundene Arten wie die Bachmuschel, für Fledermäuse in Streuobstgebieten, für seltene Pflanzen und Insekten auf Trockenrasen und für viele weitere Arten.
Maßnahmenvorschläge (Entwurf): Welche Pflege- und Entwicklungsmaßnahmen sind geplant?
Anhand der Maßnahmenkarte, den Maßnahmensteckbriefen für priorisierte Projekte sowie einer ergänzenden Maßnahmenliste werden Beispiele und beispielhaft umgesetzte Maßnahmen vorgestellt (z.B. Tümpel-Sanierung, Streuobst-Sicherung, Böschungs- und Feldheckenpflege).
Die Umsetzung der freiwilligen Maßnahmen kann durch verschiedene Fördermöglichkeiten attraktiv sein:Landschaftspflegerichtlinien (LPR), Agrarumwelt- und Klimaschutzprogramm (FAKT), Ökokonto, gemeindliche oder Unterstützung durch Vereine;
Der Landschaftserhaltungsverband (LEV) Emmendingen begleitet das Projekt und berät hinsichtlich Förderung und Umsetzung.
Beteiligung und Öffentlichkeitsveranstaltungen: Im Anschluss an die Präsentation besteht für alle Flächeneigentümer und -nutzer sowie Interessierte die Gelegenheit für Fragen, Hinweise und Anregungen, die in die weitere Ausarbeitung des Biotopverbundplans einfließen können.
Geländebegehungen durch Firma ö:konzept im Rahmen der Biotopverbundplanung im Mai 2024
Im Rahmen des §22 Abs. 2 Naturschutzgesetz Baden-Württemberg hat die Gemeinde Herbolzheim 2023 die Erstellung einer Biotopverbundplanung für die Offenlandflächen innerhalb des Gemeindegebiets fachgutachterlich beauftragt.
Biotopverbundplanungen sind Fachkonzepte mit dem Ziel, wichtige Biotope und Potenzialflächen für einen funktionalen Biotopverbund zu identifizieren sowie Empfehlungen für freiwillige Maßnahmen zur Umsetzung zu erarbeiten.
Das Planungsbüro ö:konzept GmbH aus Freiburg führt im Auftrag der Gemeinde Herbolzheim derzeit im Mai 2024 Geländebegehungen durch, um wertvolle Biotope und Potenzialflächen für den Biotopverbund zu identifizieren sowie Schwerpunktbereiche und Entwicklungsmöglichkeiten festzustellen. Darauf aufbauend werden Vorschläge für freiwillige Maßnahmen zur Aufwertung von Offenlandflächen (artenreiches Grünland, Streuobstflächen, Feuchtgebiete, Auengehölze, Kleingewässer) und Waldränder erarbeitet.
Über die Erarbeitung der Biotopverbundplanung in den Jahren 2023 bis 2025 und deren Chancen bzgl. einer Umsetzung wurde am 04.12.2023 im Rahmen der 1. öffentlichen Beteiligungsveranstaltung informiert. Die nächste öffentliche Veranstaltung ist für den Spätherbst geplant.
Kommunale Biotopverbundplanung der Gemeinde Herbolzheim
Wir möchten Sie in der 1. Öffentlichkeitsbeteiligung am Montag, den 04.12.2023 um 19.00 Uhr in der Mensa der Emil-Dörle-Schule über die Erarbeitung der Biotopverbundplanung in den Jahren 2023 bis 2025 und deren Chancen bzgl. einer Umsetzung informieren.
Im Rahmen des §22 Abs. 2 Naturschutzgesetz Baden-Württemberg hat die Gemeinde Herbolzheim 2023 die Erstellung einer Biotopverbundplanung für die Offenlandflächen innerhalb des Gemeindegebiets fachgutachterlich beauftragt.
Der Biotopverbund ist das Netzwerk der Natur, das die Lebensräume von Tieren und Pflanzen miteinander verbindet, sodass diese wandern und sich genetisch austauschen können.
Biotopverbundplanungen sind Fachkonzepte mit dem Ziel- wichtige Biotope und Potenzialflächen für einen funktionalen Biotopverbund zu identifizieren sowie Empfehlungen für freiwillige Maßnahmen zur Umsetzung zu erarbeiten. Dabei spielt die Zusammenarbeit mit den Akteurinnen und Akteuren sowie Landnutzerinnen und Landnutzer vor Ort eine große Rolle. Eine Realisierung von Maßnahmen kann gemeinsam mit Eigentümern, Pächtern und Nutzern der jeweiligen Flächen erfolgen.
Zum Thema: Biotopverbund und Planungsausführung
Der Biotopverbund ist entscheidend für das Überleben vieler Tier- und Pflanzenarten und ein wichtiger Faktor um dem Artensterben entgegenzuwirken und die biologische Vielfalt zu erhalten. Über ein Netzwerk an Biotopen können Tiere Nahrungsflächen und Fortpflanzungspartner finden und aus beeinträchtigten Gebieten ab- und in geeignetere Lebensräume zuwandern. Ein funktionaler Biotopverbund kann dabei die negativen Auswirkungen von Straßen, Baugebieten oder intensiv landwirtschaftlich genutzten Flächen deutlich verringern.
Das Planungsbüro ö:konzept GmbH aus Freiburg führt im Auftrag der Gemeinde Herbolzheim 2024 und 2025 Geländebegehungen durch, um wertvolle Biotope und Potenzialflächen für den Biotopverbund zu identifizieren und Vorschläge für freiwillige Maßnahmen zur Aufwertung von Offenlandflächen (artenreiches Grünland, Streuobstflächen, Feuchtgebiete, Auengehölze, Kleingewässer etc.) und Waldrändern zu erarbeiten.
Die Umsetzung von empfohlenen Maßnahmen ist freiwillig und kann über Fördergelder aus dem Naturschutz, aber ggf. auch als Ökokonto-/ Ausgleichsmaßnahme erfolgen. Die Biotopverbundplanung wählt dabei die relevanten Flächen für einen funktionalen Biotopverbund aus und berücksichtigt dabei auch die Realisierbarkeit von Maßnahmen.
Zwischenergebnisse und Konkretisierungen während der Bearbeitung werden in einer 2. Öffentlichkeitsbeteiligung und die Ergebnisse der Biotopverbundplanung in einer Abschlussveranstaltung bekannt gegeben.