Bürgermeister Gedemer informiert sich bei der KANN GmbH in Herbolzheim
Im Rahmen seiner regelmäßigen Unternehmensbesuche war Bürgermeister Thomas Gedemer Mitte Juli zu Gast bei der KANN GmbH Baustoffwerke in Herbolzheim. Vor Ort empfingen ihn Werksleiter Pascal Zeiser und Verkaufsleiter Andreas Schönfeld. Sie gaben spannende Einblicke in die Arbeitsweise, Geschichte und Zukunftsperspektiven des traditionsreichen Unternehmens.
Die KANN GmbH, deren Hauptsitz sich in Bendorf bei Koblenz befindet, ist ein bundesweit tätiges Familienunternehmen mit über 900 Mitarbeitenden und insgesamt 20 Standorten in den Bereichen Betonsteine, Kies und Transport. Seit der Gründung im Jahr 1927 ist das Unternehmen inhabergeführt – mittlerweile in vierter Generation. Diese Struktur prägt laut Werkleitung die Unternehmenskultur maßgeblich: Die Mitarbeiterbindung sei besonders hoch, was sich in einem starken Wir-Gefühl und langfristigen Beschäftigungsverhältnissen zeige.
Der Standort Herbolzheim wurde 2011 gegründet, um die Nähe zu den Märkten in der Schweiz und Frankreich strategisch zu nutzen. Seit Sommer 2012 ist das Werk in Betrieb. Aktuell arbeiten rund 30 Mitarbeitende in den Bereichen Instandhaltung, Verladung, Produktion sowie im Innen- und Außendienst.
Etwa 70 % der Produktion ist für den regionalen Bedarf bestimmt. Ein besonderes Augenmerk legt das Unternehmen auf Nachhaltigkeit: Bereits seit 2022 ist die KANN GmbH klimaneutral – durch einen Energiemix aus erneuerbaren Quellen, die Optimierung der Logistik sowie die konsequente regionale Beschaffung von Rohstoffen. Das Werk Herbolzheim erfüllt zudem höchste Nachhaltigkeitsstandards, was dauerhaft durch unabhängige Stellen zertifiziert und verifiziert wird.
In technischer Hinsicht überzeugt die moderne Produktionsanlage, die in einem ringförmigen Aufbau organisiert ist. Der vollautomatisierte Prozess umfasst eine 24-stündige Trocknungsphase ohne externe Energiezufuhr – ein Paradebeispiel für effizientes, ressourcenschonendes Wirtschaften. Im Werk lagern derzeit rund 24.000 Tonnen Steine in unterschiedlichsten Stilrichtungen – von modern bis rustikal. ca. 3.000 Takte je Sorte sind in der Produktion im Zweischichtbetrieb möglich. Zwischen den einzelnen Produkten erfolgt ein aufwendiger Rüstvorgang inklusive Form- und Farbwechsel. Der Ausschuss der dadurch entsteht, wird wiederrum zu 100% ins Endprodukt zurückgeführt.
Seit drei Jahren ist der Standort Teil des sogenannten Südverbundes, zu dem auch die Werke in Fürstenfeldbruck, Neumarkt, Haßfurt, sowie ein Außenlager in Amstetten gehören. Besonders der französische Markt – traditionell natursteingeprägt – entwickelt sich derzeit vielversprechend. Mit Betonsteinen bietet KANN dort erfolgreich eine alternative Produktschiene.
Wie viele Unternehmen steht auch die KANN GmbH vor der Herausforderung, qualifizierte Fachkräfte zu finden. Thomas Gedemer regte den Kontakt zur städtischen Integrationsbeauftragten Tanja Kromer an, die in der Vergangenheit bereits erfolgreich Migrantinnen und Migranten an Unternehmen in der Region vermittelt hat.
Fazit:
Der Besuch bei der KANN GmbH verdeutlichte eindrucksvoll, wie Tradition und Innovation Hand in Hand gehen können. Bürgermeister Gedemer bedankte sich herzlich für den offenen Austausch und sicherte auch weiterhin die Unterstützung der Stadt im Rahmen der Wirtschaftsförderung zu.
icon.crdateArtikel vom: 30.07.2025
