Geh(t) doch! – Schulweg ohne Elterntaxi:
Die Verkehrswacht im Landkreis Emmendingen unterstützt gemeinsam mit Städten und Gemeinden eine landesweite Spannband-Aktion zur Eindämmung sogenannter „Elterntaxis“. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen zu erhöhen und Kinder zu einer selbstständigen und sicheren Teilnahme am Straßenverkehr zu ermutigen.
Die Aktion „Geh(t) doch! – Schulweg ohne Elterntaxi“ wird von der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V. gemeinsam mit der Unfallkasse Baden-Württemberg sowie mehreren Landesministerien getragen. Landesweit werben rund 2.000 Banner für einen sicheren Schulweg zu Fuß. Der offizielle Start erfolgte am 1. Dezember 2025 an der Teichwiesenschule in Korntal-Münchingen.
Seit dem 21. Januar 2026 hängen die Banner auch vor den Grundschulen in Herbolzheim, Wagenstadt und Broggingen. Bürgermeister Thomas Gedemer traf sich zu einem Austausch darüber mit Jerry Clark von der Kreisverkehrswacht Emmendingen und machte dabei deutlich: „Gerade im direkten Umfeld der Schulen entstehen durch Elterntaxis immer wieder gefährliche Situationen. Wenn Kinder ihren Schulweg zu Fuß zurücklegen, stärkt das nicht nur ihre Selbstständigkeit, sondern sorgt auch für mehr Übersicht und Sicherheit für alle. Ich appelliere daher an die Eltern, ihre Kinder dabei zu unterstützen und sie zumindest nicht erst unmittelbar an der Schule aussteigen zu lassen, sondern in einige hundert Meter Entfernung,“ so Gedemer.
Immer mehr Eltern bringen ihre Kinder mit dem Auto bis direkt vor die Schule. Was gut gemeint ist, führt jedoch häufig zu unübersichtlichen Verkehrssituationen, riskantem Halten und Wendemanövern sowie zusätzlichem Stress im morgendlichen Schulverkehr. Die Spannband-Aktion setzt hier ein deutliches Zeichen und ergänzt die landesweiten Bemühungen für mehr Verkehrssicherheit an Schulen.
Auch Burkhard Metzger, Präsident der Landesverkehrswacht Baden-Württemberg e.V., unterstreicht die Bedeutung der Aktion:
„Der Schulweg zu Fuß ist für Kinder nach wie vor der beste Weg zur Schule. Weniger Elterntaxis bedeuten mehr Sicherheit und fördern die Mobilitätsentwicklung sowie die Eigenverantwortung der Kinder.“
Karin Hoffmann, Abteilungsleiterin Sicherheit und Gesundheit der UKBW: "Unser gesetzlicher Auftrag – als Unfallkasse Baden-Württemberg – sind sichere und gesunde Kitakinder sowie Schülerinnen und Schüler. Dafür qualifizieren wir Kinder frühestmöglich und auf spielerischer Weise, Spaß an Bewegung zu vermitteln. Damit prägen wir das Mobilitätsverhalten bereits im Kindesalter und machen sie fit für den Straßenverkehr!"
icon.crdateArtikel vom: 09.02.2026
