Neuigkeiten: Stadt Herbolzheim

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Starke Kinder durch starke Eltern – Die Kita der Zukunft beginnt mit den (zukünftigen) Eltern

Artikel vom 20.12.2021

Grundidee des Projektes
Paare, Alleinerziehende und Familien sollen durch eine deutliche Ausweitung von bestehenden Angeboten und die Einführung neuer kreativer und ganzheitlicher Formen intensiver begleiten werden, damit dadurch so früh als nur möglich eine Erziehungspartnerschaft, die diesen Namen wirklich verdient, zwischen Elternhaus und Kita auf- und ausgebaut werden kann. Wir wollen vor allem auch Paare ansprechen und unterstützen, die zum ersten Mal Eltern werden, damit Vertrauen wächst, sie sich von Anfang an als zentralen Kooperationspartner erleben und sich konstruktiv einbringen. Denn: Je stabiler die Paarbeziehung, je wertschätzender die Atmosphäre im Elternhaus, je konstruktiver der Umgang mit Kritik und Konflikten zwischen den Eltern, umso besser sind die Ausgangsbedingungen für eine gesunde Persönlichkeitsentwicklung jedes einzelnen Kindes. Ebenso wollen wir das soziale Miteinander unter und zwischen den Eltern bewusst stärken und ein Forum des Austauschs bieten sowie ein Netz der gegenseitigen Unterstützung knüpfen – zwischen den Jüngeren und Älteren, den Einheimischen und Zugezogenen, den Alleinerziehenden und Paaren. Das Miteinander in der Elternschaft prägt zu einem wesentlichen Teil auch das Miteinander in der gesamten Kita.


1. Ausgangslage
Derzeit gibt es in der Gesamtstadt 238 Familien mit Kindern unter drei Jahren und 447 Familien mit Kindern im Grundschulalter. Seit 2010 steigt erfreulicherweise die Zahl der Kinder in der Stadt und den Ortsteilen kontinuierlich, da Herbolzheim in einer wirtschaftlich prosperierenden Region wie landschaftlich schön gelegenen Raumschaft im nördlichen Breisgau liegt. Herbolzheim besitzt mit rund 11.200 Einwohnern eine städtische Infrastruktur (wie etwa Kitas und Schulen, Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, Freizeitangebote, sehr gute Anbindung an Rheintalbahn und Autobahn, Einzelhandel, Gewerbe und Industrie, Naherholung) und ist zugleich ländlich geprägt. Während im Jahr 2010 noch 265 Kinder unter drei Jahren in Herbolzheim lebten, sind es mittlerweile bereits rund 390. Weitere Baugebiete und zusätzliche Wohnungen durch Nachverdichtung in der Innenstadt werden
die Zahl der Familien auch in den kommenden Jahren wachsen lassen. Diesem Bedarf begegnen wir mit dem kontinuierlichen Ausbau von Betreuungsplätzen und möglichst flexiblen Betreuungszeiten, da zahlreiche Eltern zur Arbeit nach Emmendingen und Freiburg im Süden bzw. Offenburg und Karlsruhe pendeln. Erwähnenswert ist auch die Tatsache, dass die Stadt Herbolzheim seit 2015 bei der Aufnahme von Geflüchteten und Familien mit Migrationshintergrund die Quote vom Landkreis Emmendingen festgelegte Quote weit übererfüllt. Auch wenn es durch die städtische Verwaltung und ehrenamtlich Engagierte gelungen ist, diese Familien gut zu integrieren und sie in private Mietverhältnisse zu vermitteln, so bleibt dennoch vor allem das Erlernen der deutschen Sprache eine der zentralen Herausforderungen – gerade auch mit Blick auf die Eltern.
Die statistischen Daten des Landkreises mit Blick auf die Kinder- und Jugendhilfe machen deutlich, dass in Herbolzheim ein Schwerpunkt der unterstützungs- und förderbedürftigen Kinder liegt. Die konkreten Gründe dafür konnten bisher nicht erhoben werden. Dennoch reagieren wir darauf sowohl in den Kitas wie in den Grundschulen mit zusätzlichen Förderprogrammen und entwicklungspsychologischen Angeboten, die allerdings meist jeweils nur zeitlich begrenzt und als Projekt angelegt sind.
Die nun beantragte Projektförderung zur „Kita der Zukunft“ ermöglicht es, die Elternarbeit deutlich auszuweiten, neue Formen zu erproben und die Erziehungspartnerschaft zu intensivieren – und dies fachlich begleitet durch Herrn Professor Christian Roesler von der Katholischen Fachhochschule in Freiburg. Herr Professor Rösler ist ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Stärkung von Paaren und Familien. Seine Erfahrungen aus Lehraufenthalten in der USA und seine aktuellen Forschungen bieten eine bestmögliche wissenschaftliche Begleitung des Projektes. Herr Professor Rösler ist zugleich ein erfahrener Diplom-Psychologe und Psychologischer Psychotherapeut. Er hat die Professur für Klinische Psychologie und Arbeit mit Familien inne. Von 1994–2008 war er in der in der EFL-Beratung tätig sowie in privater Praxis für Analytische Psychotherapie, Paartherapie und Familienmediation in Freiburg i. Br. Er ist Dozent für Emotionsfokussierte Paartherapie. Publikationen etwa: Psychosoziale Arbeit mit Familien (Stuttgart: Kohlhammer, 2015).
Ein weiterer wichtiger Gesichtspunkt: Die Vernetzung mit anderen innovativen Projekten und Verantwortlichen aus dem Bildungsbereiche
sowie mit übergeordneten Ebenen. Dabei geht es zum einen um die Vernetzung innerhalb der Stadt etwa mit den Verantwortlichen anderer Kitas wie auch mit der Grundschule und dem SBBZ, wo weit über die Stadtgrenzen hinaus eine sehr professionelle wie zukunftsweisende Arbeit im sonderpädagogischen Bereich geleistet wird. Die aktuelle Raumnot steht für den großen Bedarf an entsprechenden Schulplätzen. Gerade von den Leitungen der Kitas wie den Rektoren hören wir in den regelmäßig stattfinden Sitzungen mit allen Schulleitern das große Anliegen, einer guten, ganzheitlichen und frühzeitigen Elternarbeit, um entsprechendes Vertrauen zu schaffen und die Bereitschaft zu erhöhen, notwendige Förderangebote für die Kinder auch anzunehmen und mitzutragen. Die Bereitschaft zur Mitarbeit bei dem vorliegenden Projekt haben die jeweiligen Schulverantwortlichen ausdrücklich betont und gewünscht.


Nicht weniger hängt die Strukturqualität gerade im Kita-Bereich in entscheidendem Maß von den Rahmenbedingungen ab, die auf Landesebene gestaltet und entschieden werden. Deshalb streben wir bei der Umsetzung unseres Projektes auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Städtetag Baden-Württemberg an. Der Städtetag Baden-Württemberg vertritt als kommunaler Landesverband insgesamt 192 Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg, darunter die neun Stadtkreise. Wir werden den Städtetag als Plattform für den Austausch mit anderen Projektteilnehmenden nutzen, gemeinsame Herausforderungen identifizieren und vor allem gemeinsam Lösungen zur Weiterentwicklung der Qualität in der frühkindlichen Bildung bei uns vor Ort sowie auf Landesebene erarbeiten. Deshalb beabsichtigen wir, die beim Städtetag hierfür eingerichtete Projektbegleitung zu beauftragen, gemeinsam mit uns neue Lösungsansätze zu entwickeln, zu erproben und zu evaluieren.


Dabei nutzen wir das Netzwerk, welches wir vor allem durch den Städtetag erschließen können, um neue Lösungsansätze für eine innovative und ganzheitliche Elternarbeit zu suchen. Dies geschieht auch in enger Kooperation mit dem Kultusministerium, dem KVJS und dem Forum Frühkindliche Bildung, den Gewerkschaften, Personalvertretungen und Elternvertretern. Wir werden durch die von uns beauftragte Projektbegleitung des Städtetags intensiv unterstützt. Die Erfahrungen und Erkenntnisse der Projektstandorte werden durch die Projektbegleitung mittels gezieltem Wissensmanagement erhoben, strukturiert aufbereitet und so auch schnell anderen Kommunen mit TIP-
Projektstandorten sowie weiteren Mitgliedern des Städtetags für deren Arbeit zugänglich gemacht. Die Projektbegleitung beim Städtetag sichert hohe fachliche Standards und bietet gleichzeitig Raum zur Entwicklung innovativer Ansätze für die Kita der Zukunft (KidZ).


Zu diesen bisher dargestellten Voraussetzungen mit Blick auf die fachliche Begleitung kommen dem Projekt zusätzlich die neuen Räumlichkeiten entgegen, die die Kita am Fliederweg bietet. Anfang Oktober werden wir unseren neuen - ganz in Holzbauweise erstellten - Kindergarten mit fünf Gruppen (drei für U2 und zwei für U3) beziehen. Dafür wurde bereits die Betriebserlaubnis beantragt. Mit der Genehmigung ist in den kommenden Tagen zu rechnen. Zwei der drei Ü3-Gruppen werden aus der bisherigen Kita in der Villa Schindler, für die eine Betriebserlaubnis vorliegt und die im Projektantrag angegeben ist, dorthin umziehen. Alle weiteren Gruppen beginnen ganz neu. Ebenso startet das Team und die Leitung, die ganz bewusst aus einer Doppelspitze von Mann und Frau besteht, neu. Dieser Beginn in einem neuen Gebäude mit einem neuen Team bietet die optimale Möglichkeit, für eine mit dem Projekt angestrebte verstärkte, kreative, innovative und ganzheitliche Elternarbeit. Der Neubau sieht ganz bewusst eigene Räumlichkeiten und Multifunktionsräume vor, die durch eine verstärkte Elternarbeit entsprechend genutzt und in den kommenden Wochen und Monaten auch noch entsprechend möbliert und neu ausgestattet werden können (siehe beigelegte Grundrisse der Kita). Der Einzug in die neue Kita bietet damit einen optimalen Zeitpunkt sowie bestmögliche Ausgangsbedingungen für die angestrebte Förderung zur Kita der Zukunft.


2. Inhaltliche Begründung des Projekts und Darstellung der Ziele
Es ist vor allem und zuerst die Familie, die die entscheidenden Voraussetzungen für den Erfolg von Lern- und Bildungsprozessen der Kinder schaffen. Dies spiegelt sich beispielsweise auch darin wider, dass leider nach wie vor die soziale Herkunft eines Kindes seinen Bildungserfolg in hohem Maße bestimmt. Umso mehr muss es ein Anliegen sein, so früh als möglich, Paare, werdende Eltern und Alleinerziehende präventive Angebote und kreative Anregungen zu unterbreiten. Denn in zahlreichen Umfragen zur Lebenszufriedenheit stellen sich Liebe, Partnerschaft und Familie immer wieder als die zentralen Faktoren für das Wohlbefinden und Lebensglück dar.
Eine intime Zweierbeziehung ist eine der wichtigsten Quellen für Lebensfreude und psychische Stabilität. Familiensoziologische Studien zeigen dabei sehr klar, dass zwar die Wertschätzung von jungen Menschen für die Dauerhaftigkeit von Paarbeziehungen und Familie nach wie vor enorm hoch ist, zugleich aber die gelebten Beziehungsformen vielfältiger und unübersichtlicher geworden sind und vielen Menschen heute Orientierung darüber fehlt, welche Kompetenzen in einer Paarbeziehung zu deren Erhalt förderlich und stützend sind und wo sie Kompetenzen als Eltern erwerben und stärken könnten.
Die Familie im „klassischen“ Sinne wird heute ergänzt durch eine Vielzahl unterschiedlicher Lebensentwürfe und Lebensgemeinschaften. Auch durch die Migrationsbewegungen der vergangenen Jahre wird die Vielfalt an Familienmodellen durch unterschiedlich kulturelle Prägung und Einflüsse erweitert. Somit ist das Modell „Familie“ ein Spiegel der Pluralität in unserer Gesellschaft und die damit verbundenen Herausforderungen und Schwierigkeiten sind längst auch in den ländlichen Gebieten und kleineren Städten angekommen.
Die Flut an Erziehungsratschlägen, die vor allem durch digitale Medien kontrovers und ungefiltert verbreitet werden und hohe Erwartungen an die Eltern sowie die Vereinbarkeit von Beruf und Familie gleichzeitig managen zu müssen, Bildungs- und Gesundheitsexperte zu sein und die Partnerschaft nicht aus dem Blick zu verlieren, um nur einige zu nennen, stellen Eltern vor große Herausforderungen. Viele sind aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituation nicht in der Lage, diese hohen Erwartungen zu erfüllen. Es fehlt nicht selten an Kraft, an materiellen Ressourcen, an niedrigschwelliger Unterstützung und präventiven Impulsen.


Auch kulturelle und sprachliche Barrieren führen dazu, dass so manche Eltern an den an sie gestellten Erziehungsaufgaben scheitern oder zumindest darunter leiden. Hinzu kommt, dass der Verbund der Familie, im erweiterten Sinne mit Großeltern und Geschwistern der Eltern, oft nicht mehr in unmittelbar erreichbarere Nähe wohnt, was bedeutet, dass die Unterstützung von Seiten dieser Familienmitglieder bei der Erziehung und Betreuung der Kinder nicht zur Verfügung steht.
Zusammenfassend lässt sich festhalten In einer ganzheitlichen Begleitung von Paaren, (werdenden) Eltern, Alleinerziehenden und Familien liegt eine enorme Chance der indirekten Förderung jedes einzelnen Kindes. Die Möglichkeiten einer wirklichen Erziehungspartnerschaft sind längst noch nicht ausgeschöpft. Wo eine frühzeitige, ganzheitliche, niederschwellige und kreative Elternarbeit gelingt, profitieren alle Beteiligten auf Jahre davon.


Aus unserer Sicht ist dies ein bisher noch viel zu wenig beachteter und geförderter Aspekt, den es gerade auch gesamtgesellschaftlich lohnt, in den Blick zu nehmen. Gerade weil viele Eltern, wenn beide – Vater und Mutter – erwerbstätig sein müssen oder sein wollen, sich Entlastung von den alltäglichen Aufgaben und Pflichten der Familientätigkeit erhoffen. Diese Entlastung lässt sich bislang am deutlichsten an der Kinderbetreuung festmachen. Sie ist aber keinesfalls darauf beschränkt, denn eine Entlastung der Eltern ist für viele andere Aufgabenbereiche ebenfalls zu denken (und auch zu fordern). Gerade nach der Geburt von Kindern (insbesondere nach der Geburt des ersten Kindes) kommt es bei Paaren trotz allem Wunsch nach Gleichberechtigung häufig dennoch zu einer „traditionellen“ Rollenverteilung in der Partnerschaft. Dass diese ihrerseits von einer nicht unbeträchtlichen Verschlechterung der Beziehungsqualität begleitet ist, mittelbar und unmittelbar auf das Erziehungsklima übergreift und sich letztlich abträglich auf das Erziehungsverhalten und damit die Entwicklungsmöglichkeiten der Kinder auswirkt, ist in der Forschung hinlänglich dokumentiert.


Exemplarisch zeigt sich die mögliche Konsequenz solcher Belastungen nicht zuletzt in der hohen Zahl von Paarbeziehungen in Deutschland, die deutlich belastet sind. Bei nicht wenigen mündet die Belastung in eine Trennung und Scheidung. Bei den etwa 200.000 geschiedenen Ehen pro Jahr in Deutschland sind davon auch ca. 150.000 Kinder jährlich betroffen. In der amerikanischen Literatur spricht man mittlerweile von der Verschiebung vom Tod zur Scheidung als dem primären Grund für das Ende einer Ehe.
Ein Überblick über die Forschungsergebnisse zur Auswirkung von Trennung/Scheidung auf die Familie zeigt, dass die Effekte einer Scheidung für alle Familienmitglieder grundsätzlich negativ sind. Sie beeinträchtigt die Gesundheit der Ehepartner über Jahre hinweg, verschlechtert die Befindlichkeit dramatisch, chronische körperliche und
psychische gesundheitliche Probleme sind die Folgen (das Risiko einer Depression ist um 188 % erhöht), sogar die Mortalitätsrate ist erhöht.


Im Längsschnitt lässt sich zeigen, dass Geschiedene auch nach der Scheidung, selbst bei Wiederverheiratung, nie mehr so hohe Werte der Lebenszufriedenheit erreichen wie vor der Scheidung. 80 Prozent der Betroffenen, selbst diejenigen, die die Scheidung initiiert haben, erleben die Scheidung, den Prozess und seine Konsequenzen als hohe Belastung. Noch dramatischer sind die Folgen für die betroffenen Kinder, wie mittlerweile zahlreiche Studien sowohl aus den USA als auch aus dem deutschsprachigen Raum nachweisen können. Die Kinder sind psychisch, körperlich und in ihrer Leistungsfähigkeit nicht nur unmittelbar während und nach der Scheidung der Eltern beeinträchtigt, sondern Folgewirkungen der Scheidung können noch über Jahre hinweg in einer höheren Prozentrate von psychischer Symptomatik nachgewiesen werden.
Darüber hinaus zeigen Längsschnittstudien, dass die betroffenen Kinder und Jugendlichen lebenslang eine Beeinträchtigung ihrer Beziehungsfähigkeit davontragen können, die es zum einen wahrscheinlicher macht, dass sie in ihren eigenen erwachsenen Paarbeziehungen selbst Trennung bzw. Scheidung erleben, und dass sie sich grundsätzlich eine dauerhafte Beziehung sehr viel weniger zutrauen als Kinder aus intakten Familien.


Zugleich zählt es zu den am besten bestätigten empirischen Befunden der Sozialpsychologie, dass die Erfahrung der Trennung/Scheidung der eigenen Eltern im Kindes- und Jugendalter die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, als Erwachsener selbst eine Trennung/Scheidung in einer langfristig angelegten Paarbeziehung zu erleben, was als soziale Transmissionshypothese von Scheidung bezeichnet wird.


Trennung und Scheidung verursachen nicht für den Staat hohe Kosten, die in präventiven Maßnahmen der Paarbegleitung und Elternarbeit weit besser angelegt wären, sondern stellen die Solidargemeinschaft insgesamt vor gravierende soziale Herausforderungen. Trennung und Scheidung zählen neben Arbeitslosigkeit, Krankheit und niedriger Bildung zu den großen gesellschaftlichen Risikofaktoren. In einem Drittel der Scheidungsfälle wird einer der Scheidungspartner zum Sozialhilfeempfänger. Sie verdoppeln das Armutsrisiko von Frauen, darüber hinaus führen sie häufig bei Frauen durch den Status alleinerziehend entweder zu einer wirtschaftlichen Verschlechterung,
oder aber bei Erwerbstätigkeit der Frau trotz Alleinerziehenden-Status führt dies zu einer deutlichen Belastung - auch für die Kinder.
Mit diesen Ausführungen soll deutlich werden, dass Elternarbeit in der Kita weit mehr Chancen bietet, als dies bisher möglich ist und vielleicht auch bewusst war. Eine fachliche Intensivierung und ganzheitliche Ausweitung sind aus den dargelegten Gründen dringend geboten. Denn: Paare, die mit Konflikten konstruktiv umgehen, Eltern, die bewusst Zeit mit ihren Kindern verbringen, Familien, die den sozialen Kontakt zu anderen suchen und pflegen, Eltern, die sich auch für gemeinschaftliche Projekte interessieren und begeistern lassen, bilden den wichtigsten Grundstock für eine positive Entwicklung ihrer Kinder. Sowohl erweiterte personelle Ressourcen wie zusätzliche fachliche Kompetenz und verstärkte Vernetzung sowie die Nutzung des breiten Spektrums an Möglichkeiten – von erlebnispädagogischen Angeboten bis zu Impulsen über die digitalen Kanäle – sollen im Rahmen des Projekts erprobt, umgesetzt, wissenschaftlich begleitet und selbstverständlich auch evaluiert werden. Zeigt doch die Forschung, in der sich vor allem auch Herr Professor Roesler in den vergangenen Jahren einen Namen gemacht hat, dass, wenn man Paare bei der Verbesserung ihrer Beziehungsqualität unterstützt, dies auch deutlich positive Effekte auf das Wohlbefinden der Kinder hat und teilweise sogar wirkungsvoller ist, als wenn man den Kindern selbst Interventionen anbietet.


Um dies zu verwirklichen und die genannten Thesen im Alltag verifizieren zu können, erfordert es fundierte Qualifikationen von Fachkräften, zusätzliche personelle Ressourcen, eine verstärkte Vernetzung der Beteiligten, den Mut, innovative Ansätze konkret zu verorten und eine kontinuierliche Einbindung in die gesamte pädagogische Arbeit der Kita. Denn Krippe und Kindergarten können vor allem dann, wenn es eine frühzeitige Vertrauensbasis und ein gefestigtes erziehungspartnerschaftliches Verhältnis zu den Eltern und Familien gibt, niedrigschwellige und zugleich qualitativ hochwertige Unterstützung in unterschiedlichster Form anbieten. Die Kita der Zukunft kann so noch mehr ein Ort sein, an dem praxisnah allgemeingeltende Grundwerte von Erziehung und Familie definiert und gelebt werden, an der Paare in ihrer Partnerschaft und Eltern in ihrem Selbstvertrauen und ihren Kompetenzen gestärkt werden. Die Kita der Zukunft fordert und fördert das soziale Miteinander der Kinder, der Eltern, der Familien.


3. Konkrete Ziele sowie deren Nachhaltigkeit
Wichtig: bei allen geplanten Maßnahmen wird beachtet, Verbindungen zu bereits bestehenden Angeboten herzustellen und gegebenenfalls ausgehend von diesen Angeboten auszubauen bzw. öffentlich bekannter zu machen. Neue Angebote sind so aufgebaut, dass sie nach der Evaluation und einer möglichen Modifizierung auch auf die anderen Kitas in der Stadt ausgeweitet werden bzw. von anderen Kommunen adaptiert übernommen werden können.
- Stärkung der pädagogischen Fachkräfte
Fort- und Weiterbildungen für die Fachkräfte im Bereich Resilienz, Achtsamkeit, Kommunikation und Zusammenarbeit mit Paaren, Alleinerziehenden und Eltern.
- Allgemeine Informationsveranstaltungen und Workshops
z.B. zur Bedeutung von Paarbeziehungen für Gesundheit und Entwicklung der Kinder
- Förderung der Verbreitung des Wissens über Präventionsangebote
z.B. durch neu zu gestaltende, ansprechende Info-Flyer, die beim Standesamt, bei Gynäkologen, Hebammen und Kinderärzten ausliegen
- Stärkere Vernetzung der Verantwortlichen im Bildungsbereiche sowie multiprofessionelle Teams: eine Begleitung der kurzen Wege zwischen Psychologen, Systemische Beratung, Logopäden, Heilerzieher, Elterncoaching, Kinderärzte, Hebammen, Fachberatungen wie auch Hausmeister, Koch oder Gärtner, die in der Kita angestellt und wirken.
- Kommunikation / besonders Deutsch als Zweitsprache: Eltern den Zugang zur deutschen Sprache ermöglichen, Sprachkurse in regelmäßigen Abständen direkt vor Ort in der Kita. Zusätzlich Möglichkeiten schaffen durch ehrenamtliche, um dort auch kleiner Kinder während des Deutschkurses der Eltern zu betreuen.
- Vorbereitung von werdenden Eltern auf den Übergang vom Paar zur Familie durch
spezifische Kursangebote, Kooperation mit Hebammen und Geburtsvorbereitungskursen, SAFE- Programm
- Förderung der Erziehungsfähigkeit und der Bindungsorientierung zum Beispiel durch Angebote von Erziehungs-Kursen
- Vermittlung von Beziehungskompetenzen für Paarbeziehung anknüpfend an bestehende Angebote, wie etwa EPL- Ein Partnerschaftliches Lernprogramm oder durch zusätzliche Angebote wie zum Beispiel "Halt mich fest", Vermittlung von Beziehungskompetenz in der Schule, Vernetzung und Implementierung des bestehenden Curriculums an verschiedenen Schultypen
- Ein größer angelegter "Paar-Kongress", der auch Strahlkraft in die weitere Region entwickelt, bietet die Chance, das Thema Partnerschaft, Eltern werden/sein und Familie stärker in die Öffentlichkeit zu bringen und zugleich neue Kooperationspartner und Unterstützer zu finden.
- Verstärkte Kontakte unter den Eltern
Möglichkeiten für die Eltern schaffen, in der Kita (ungebunden) zu verweilen etwa durch Elterncafé, Elternbibliothek (Fachbücher wie auch Kinderbücher), Berufe der Eltern einbinden, Hospitationen für Eltern anbieten, Repaircafé (Stichwort Nachhaltigkeit und Kontakte knüpfen), Gemeinschaftsgarten anlegen, Vorleseaktionen, Kochkurse, Ausflüge.
- Projektierung, Gestaltung und Anlegen eines „Lebensweges“ für Paare und Familien


Das Kunstpädagogische Projekt gliedert sich in zwei Teile.
Teil 1. Ist die Kunstpädagogische Arbeit mit Eltern und Familien in den jeweiligen Einrichtungen.
Hier werden non-verbale Zugänge zu Menschen nutzbar gemacht, um Kontakte zu eröffnen, Beziehungen aufzubauen und Elternarbeit zu kultivieren. Trotz dezidierter Konzepte in den Einrichtungen werden Eltern und Familien nur teilweise erreicht und es engagieren sich viele, aber einige können mit den Gesprächs- und Hilfeangeboten nicht erreicht werden. einige Eltern und Familien sind nur kurz sichtbar, wenn es problematische Situationen mit ihren Kindern gibt.
Durch ästhetische/kunstpädagogische niederschwelligen Angebote wird ein Wechsel hin zu Familienbildung und Familienbegegnung gesucht, Eltern kommen zur Kreativwerkstatt in die Einrichtung. Dort werden Angebote mit künstlerischen Medien durchgeführt, die speziell auf Eltern
und Familien zugeschnitten sind (Kinderbetreuung ist gewährleistet, kompatible Zeiten zur Arbeitswels der Familien werden gewählt). Damit soll die Erreichbarkeit von Eltern und Familien erhöht und subjektzentriert Themen der Zielgruppe bearbeitbar werden.
Ziel einzelner Angebote ist es, die Lebenswelten der Eltern und Familien aufzugreifen und Alltag, Erziehungsstile, Erziehungsziele und individuelles Erleben sowie die Verständigung über Gemeinsamkeiten und kulturelle Unterschiede, die Auseinandersetzung mit Rahmenbedingungen eines „guten“ Lebens zu bearbeiten. Gemeinsam mit den Eltern und Familien werden kunstpädagogische Prozesse initiiert und künstlerische Produkte geschaffen.
Teil 2. Ist die Umsetzung dieser „Ergebnisse“ aus der kunstpädagogischen Familienzusammenarbeit für andere sichtbar zu Präsentieren.
Stationen mit dem Thema „Lebenswege“ werden an ausgewählten Stellen installiert und so zu sagen außerhalb der jeweiligen Einrichtungen sichtbar gemacht. Gemeinsam mit Eltern und Familien werden an diesen Stationen unterschiedliche kommunikations- und beziehungsfördernde Angebote mit künstlerischen Medien durchgeführt. In der Art eines Skulpturenweges wird damit die Reichweite erhöht und es werden einzelne Aspekte der Lebenswelt von Eltern und Familien aufgegriffen (siehe Ziele Teil 1).
Auf Anregung zum Austausch, Sichtbarkeit von Lebenswelten und thematische Zugänge im Anschauen und Mitmachen wird abgezielt.
Dieser Teil des Projektes wird von Prof. Dr. Reinhard Lohmiller (Evangelische Hochschule Freiburg) durchgeführt und verantwortet. Angebote werden von Studierenden der Qualifizierung Kunstpädagogik an der Evangelischen Hochschule betreut. Zur Durchführung werden Fachkräfte einzelner Einrichtungen kunstpädagogisch weiterqualifiziert, um ein Weiterbestehen ausgewählter Angebote sicherzustellen.
- Digitale Vernetzung
Paare und Eltern sind heute vielfach digital unterwegs. Damit bietet sich die Möglichkeit, auch auf diesem Weg, kurze Impulse und pragmatische Anregungen für den Alltag bereit zu stellen, die die Partnerschaft stärken und den Familienzusammenhalt fördern. Die neue Kita-App kann hier ein zentrales Medium sein, um auch über Push-Nachrichten sich wöchentlich inspirieren zu lassen und nicht nur Informationen zu organisatorischen Themen zu erhalten.
- Einen regelmäßigen kommunalen Bildungsdialog „Partnerschaft stärken, Familien fördern, Kinder begleiten“ initiieren mit Vertreterinnen und Vertretern aus möglichst vielen Bereichen der Bildung, Erziehung, Gesundheit.
Evaluation
Zur Erfassung der Effekte der Maßnahmen könnte eine vergleichbare Stadt/Kommune in Baden-Württemberg gefunden werden, die von den statistischen Kennzahlen mit Herbolzheim vergleichbar ist. Mögliche Kennziffern in der sowieso erhobenen und allgemein zugänglichen Statistik wären Scheidungsrate, Auftreten häuslicher Gewalt, Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe, Anzahl Fälle Erziehungsberatung und Paarberatung. Diese Kennzahlen können auch über mehrere Jahre nach Abschluss des Projektes weiterverfolgt werden. Darüber hinaus können ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Maßnahme über mehrere Jahre weiter befragt und Daten erhoben werden, um die längerfristigen Effekte zu erfassen.


Herbolzheim, 1. November 2021
Thomas Gedemer, Bürgermeister